…trifft hierzulande auf wenig Verständnis. Wie sonst erkläre ich mir Schlagzeilen wie “Duma will Werbeverbot für Zauberer und Hexen” (Tagesspiegel) oder die “Berichterstattung [aus] Putins Hof: Im russischen “Weißen Haus” dürfen Journalisten nicht mehr unbewacht aufs Klo. Geht’s noch?” (TAZ)
Der so begehrte Wirtschaftspartner erscheint auf einmal als fremdartiges Wesen. “[R]ussische Sekte[n] [warten] in einem Höhlensystem auf den Weltuntergang.” (TAZ) Gut – Schlagzeilen wie die Letzte, kannte ich bisher vor allem aus den USA, aber trägt so viel negative Berichterstattung tatsächlich zur Völkerverständigung bei?
Und wäre ein bisschen mehr Objektivität denn nicht auch pfleglich für das gebeutelte russische Gemüt? Schließlich mussten die Freunde des Süßen im Osten erst vor kurzem Bitteres verkraften: “Russische Milch für Ritter Sport nicht gut genug” titelte die Berliner Zeitung.
Kein Wunder, dass die Politik nun reagiert: Statt sich immer nur um Banalitäten wie Partnerschaftsverträge, Raketenschilde, Gasleitungen, Pressefreiheit und ähnlichen Schwachsinn zu kümmern, wird nun auch hier endlich wichtiges getan. So findet dann auch bereits der russische Präsident Zeit “…das Gesetz über die Rückgabe der sechs noch fehlenden Scheiben [eines Kirchenfensters, Anmerkung d. Verfassers] [zu] unterschreiben.” (Berliner Morgenpost)
Ich erwarte bereits mit Spannung den diplomatischen Gegenzug…


jaja, der pöse Russe. Der vorbildliche Demokrat sollte von unseren
PropagandaPresseorganen nicht so verhunzt werden…