Immer der Nase nach…

Nachdem Corax bei meinem letzten Beitrag zurecht feststellte, dass der aus alten Meldungen bestand – aber nicht als Klassiker aus meinem alten Blog gekennzeichnet war – hier etwas vergleichsweise Aktuelles. Soll heißen, noch keine Woche alt und bislang sicherlich nicht von Juristen zur Kenntnis genommen.

Sensoren zur Geruchsdetektion arbeiten bislang vor allem mit Polymeroberflächen, die ihre Leitfähigkeit ändern, wenn das passende Geruchsmolekül an sie bindet. Weil sie aber immer wieder an ihre Grenzen stoßen, weil nicht alle zu detektierenden Gerüche Ausmaße dieser Klassik-Meldung annehmen, arbeiten Forscher stets an der Verbesserung der Technik.

Besonders kreativ dabei: ein Team von Wissenschaftler an der Universität von Manchester. Die erreichen eine gesteigerte Sensibilität durch Einsatz von Mäuseurin. Der enthält nämlich besonders stark geruchsmolkülbindende Proteine – auf gut Deutsch er stinkt besonders gut und lange, weswegen die Viecher damit auch ihr Gebiet gut markieren können. Bindet man besagte geruchsbindende Moleküle an leitfähige Kristalle und _entfernt_ die alten Geruchsstoffe, ist die starke Bindung, die sich mit (wenigen) neuen Geruchsmolekülen ausbildet, gut für einen besonders empfindlichen Sensor. (Quelle: gibt’s hier)

Lustig? Vielleicht. Kreativ? Auf jeden Fall. Und falls sich mal wieder jemand fragt, was Biochemiker und Biologen im Labor so treiben – die sind immer auf der Suche nach dem richtigen Riecher…

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