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Amoklauf und Gewaltspiele

Mittwoch, 11. März 2009 20:55

Der Amoklauf von Winnenden ist noch keine 24h her. Es gibt noch widersprechende Aussagen über die Todesumstände des Täters. Aber die Polizei sucht schon nach Gewaltspielen auf dem Rechner des Täters (SWR):

Über das Motiv für das Massaker wird noch gerätselt. Die Polizei beschlagnahmten einen Computer, um zu prüfen, ob sich der 17-Jährigen mit Gewaltspielen beschäftigt hat.

Ich gehe mal davon aus, dass die Polizei keinen Rechner bei MediaMarkt sondern bei dem Täter zu Hause beschlagnahmt hat. Aber erstaunlich ist es schon, wie wichtig die “Gewaltspiele” bei der Aufdeckung eines solchen Dramas sind. Ich tippe mal darauf, dass in den nächsten zwei Wochen die grausame Diskussion um die Gefährlichkeit von Gewaltspielen neu entfacht wird – ob er welche gespielt hat und diese ursächlich waren oder nicht, wird da keine Rolle spielen. Und wieder einmal werden die Boulevardpresse und die auf gleichem geistigen Niveau befindlichen Politiker aus einer schlichten Koinzidenz eine Kausalität konstruieren wie sie im Buche steht.

Update (12.03., 12:30h): Mittlerweile steht dann wohl fest, dass der Amokläufer aka Täter “Killerspiele” besaß. Auch wenn natürlich keine Kausalität bewiesen werden wird, sind damit die spaßigen Zeitvertreiber wieder in der Kritik. Ich wette, er besaß auch Windows, einen Browser und hat in seinem Leben häufiger Brot zu sich genommen – Entschuldigung für ein wenig Polemik. Andererseits kann man inhaltsleere Argumente auch nicht sachlich kommentieren.

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Autor: Malte S.
Thema: Presse
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Ein Kommentar

  1. 1

    [...] unmittelbar nach dem Amoklauf (hat jemand ein weniger plakatives und nüchterneres Wort?) war klar, dass die leidige Debatte um ein Verbot oder eine Reglementierung der sog. [...]

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