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	<title>legalthoughts &#187; Bundestag</title>
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	<description>Juristisches und anderer Unsinn</description>
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		<title>Kanzler(kandidaten)duell</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 10:23:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte S.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskanzler]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Duell]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern Abend lief auf mindestens drei Sendern eine Veranstaltung, die sich TV-Duell nannte. Es sollte ein Duell der Kanzlerkandidaten werden und wurde mehr ein Duett. Da wurde wieder und wieder betont, wie toll die große Koalition sei. Natürlich sei man an seine Grenzen gekommen und andere Koalitionen seien erfolgsversprechender. So richtig abnehmen konnte ich das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Abend lief auf mindestens drei Sendern eine Veranstaltung, die sich TV-Duell nannte. Es sollte ein Duell der Kanzlerkandidaten werden und wurde mehr ein Duett. Da wurde wieder und wieder betont, wie toll die große Koalition sei. Natürlich sei man an seine Grenzen gekommen und andere Koalitionen seien erfolgsversprechender. So richtig abnehmen konnte ich das dem Duo nicht. Irgendwie sahen die beiden so aus, als wären sie lieber glücklich in die Arme des jeweils anderten Gefallen als sich um die nervenden Moderatoren zu künmmern.</p>
<p>Und die waren wohl auch eher die Gegner. Merkel zeigte von Anfang an, dass sie kein Interesse daran hatte, die Fragen der Moderatoren auch nur annähernd zu beantworten. Da wurden Nachfragen ignoriert und durchaus mal über völlig andere Themen diskutiert &#8211; ohne jemals die Ausgangsfrage zu beantworten. Mit Mühe und Not habe ich mir das ganze Duell angetan. Ein Ergebnis hatte es auf jeden Fall: Menschen wie die beiden will ich nicht (mehr) als Regierende sehen. Neben der puren Langeweile und Entscheidungsunfreudigkeit war es der blanke Opportunismus, der einem hier entgegenschlug.</p>
<p>A propos Opportunismus: Hier hat Steinmeier absolut geglänzt. Auf die Frage, ob er bzgl. der Ulla-Schmidt-Dienstwagenaffaire anders entschieden hätte, wenn es nicht so in den Medien hochgekocht wäre, wollte er doch tatsächlich sein Hin-und-her damit rechtfertigen, dass er sich ja kaum hinstellen und zu seiner Mitarbeiterin halten könne. Sein Lehrmeister Schröder &#8211; so wenig ich ihn mag &#8211; hatte das noch anders gehalten, wenn er von etwas überzeugt war. Nur Steinmeier hat offenbar keine Überzeugungen.</p>
<p>Ginge es um den Wettkampf der Opportunisten, dann hätte klar Steinmeier gewonnen. Leider ging es um das zweithöchste Amt im Lande. Und verloren hat: Die deutsche Wählerschaft.</p>
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		<title>Checks &amp; Balances</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 10:07:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte S.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Checks & Balances]]></category>
		<category><![CDATA[Grundgesetz]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist ja mittlerweile in der Bundespolitik Mode geworden, dass sich nach einem &#8211; zumindest teilweise &#8211; stattgebenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts sowohl die Bundesrepublik Deutschland wie auch die Kläger als Sieger sehen. Vor der Urteilsverkündung wird meist von den Vertretern des Bundes und der Länder großspurig die Verfassungsmäßigkeit eines Gesetzes postuliert, um dann nach der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ja mittlerweile in der Bundespolitik Mode geworden, dass sich nach einem &#8211; zumindest teilweise &#8211; stattgebenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts sowohl die Bundesrepublik Deutschland wie auch die Kläger als Sieger sehen. Vor der Urteilsverkündung wird meist von den Vertretern des Bundes und der Länder großspurig die Verfassungsmäßigkeit eines Gesetzes postuliert, um dann nach der &#8211; teilweisen &#8211; Kassation des Gesetzes zu behaupten, man wäre dennoch der Sieger. Interessant sind aber auch nette kleine Statements, die einen Einblick in das Selbstverständnis unserer gewählten Vertreter gewähren.<span id="more-305"></span></p>
<p>Nach dem <a title="BVerfG - Wahlcomputer" href="http://www.bverfg.de/entscheidungen/cs20090303_2bvc000307.html" target="_blank">Urteil zu Wahlcomputern</a> gab es mal wieder so eine Chance. So <a title="Spiegel-Online - Wahlcomputer-Urteil" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,611148,00.html" target="_blank">zeigt</a> der Vorsitzende des Wahlprüfungsausschusses und Rechtsanwalt, Thomas Strobl (CDU), dass der Wahlprüfungsausschuss aus seiner Sicht wohl nur eine Formalie darstellt:</p>
<blockquote><p>Ich bin als Abgeordneter nicht dazu da, zu kontrollieren, ob die Exekutive ihre Arbeit richtig macht.</p></blockquote>
<p>Nun fragt man sich doch irgendwie, warum es überhaupt einen Wahlprüfungsausschuss geben muss, wenn dieser eben die Exekutive nicht kontrollieren mag. Es ist doch gerade auch Bestandteil unserer freiheitlich, demokratischen Ordnung, dass sich die 3 Gewalten gegenseitig kontrollieren. Und gerade wenn die Legislative ihre Kompetenz durch Verordnungsermächtigung abtritt, sollte sie doch darüber wachen, dass die Exekutive von dieser Ermächtigung auch im Rahmen der Gesetze und insbesondere der Verfassung Gebrauch macht. Aber das hat ja einen Abgeordneten im Grunde nicht zu interessieren &#8211; ist er doch nur seinen Gewissen und dem Fraktionszwang unterworfen.</p>
<p>Es ist schon erschreckend mit welcher Verblendetheit die Herren Abgeordneten ihre Arbeit &#8220;für das Volk&#8221; verrichten. Dieses Verhalten würde man wohl in jedem normalen Fall als zumindest grobe Fahrlässigkeit oder aber Schlechtleistung einstufen. Andererseits dürfen wir uns als Volk wohl nicht beschweren &#8211; schließlich haben wir die Abgeordneten trotz des Wissens um ihre sachliche Miminalkompetenz in ihr Amt gewählt.</p>
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		<title>Outsourcing ./. Ein-Euro-Jobber</title>
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		<pubDate>Tue, 13 May 2008 08:26:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte S.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Unsinniges]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Outsourcing]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Vorhaben, die Abgeordneten-DiÃ¤ten im Bundestag um weitere 16 % zu erhÃ¶hen, stÃ¶ÃŸt so ziemlich Ã¼berall auf Kritik. Der Verdacht, dass sich die Abgeordneten einfach selbst bedienen liegt nahe, wenn sie Ã¼ber die HÃ¶he ihres SalÃ¤rs selbst entscheiden kÃ¶nnen und es keine Kontrollinstanz dafÃ¼r gibt. Eigentlich der klammheimliche Wunsch eines jeden Arbeitnehmers und der Horror [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Vorhaben, die <a title="ErklÃ¤rung: DiÃ¤ten" href="http://www.legalthoughts.de/wp-admin/post-new.php">Abgeordneten-DiÃ¤ten</a> im Bundestag um weitere 16 % zu erhÃ¶hen, stÃ¶ÃŸt so <a href="http://afp.google.com/article/ALeqM5gK_47s2GVGKk061Js5icDwi26urw">ziemlich</a> <a title="heute.de" href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/30/0,3672,7236510,00.html">Ã¼berall</a> <a title="RP-Online" href="http://www.rp-online.de/public/article/politik/deutschland/566069/Bundestag-streitet-um-Diaeten.html">auf</a> <a title="Zeit.de" href="http://www.zeit.de/news/artikel/2008/05/09/2528591.xml">Kritik</a>. Der Verdacht, dass sich die Abgeordneten einfach selbst bedienen liegt nahe, wenn sie Ã¼ber die HÃ¶he ihres SalÃ¤rs selbst entscheiden kÃ¶nnen und es keine Kontrollinstanz dafÃ¼r gibt. Eigentlich der klammheimliche Wunsch eines jeden Arbeitnehmers und der Horror der Arbeitgeber.</p>
<p>Man kÃ¶nnte sich natÃ¼rlich auch nach Alternativen zu diesem unglaublich teuren Parlamentssystem umschauen. <span id="more-36"></span>Da wÃ¤re es zum einen naheliegend, die gesamte Parlamentsarbeit einfach per <a href="http://www.zeit.de/2003/44/Indien">Outsourcing </a>nach Indien oder auf die Phillipinen zu verlagern. CallCenter, die in Asien stehen, sind fÃ¼r die moderne Dienstleistungsbranche ein Segen. Da die dortigen Arbeitnehmer bedeutend weniger verdienen und sich Auftragnehmer des Bundes ja auch nicht an ordnungsgemÃ¤ÃŸe Arbeitsbedingungen halten <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/:Dumpingl%F6hne-F%FCnf-Euro-Putzen-Bundestag-/588895.html">mÃ¼ssen</a>, passt das eigentlich auch ganz gut zusammen.<br />
Wollen sich unsere Regierung oder besser der ganze Staat als Service-Unternehmen fÃ¼r das Volk (z.B. Berliner Polizei) begreifen? WÃ¤re es da nicht angebracht auch so zu agieren und einfach alles mÃ¶gliche in die HÃ¤nde privater Subunternehmer zu geben? Wahrscheinlich wÃ¼rden sich die Damen und Herren in den indischen Bundestags-Outsourcing-Centern auch zu mindestens den gleichen nichtssagenden Anworten Ã¼berreden lassen, die wir von den hier viel zu teuren Politikern bekommen? Sie wÃ¤ren dabei wahrscheinlich sogar freundlicher und wÃ¼rden uns ihr Dekollete nicht so offensiv prÃ¤sentieren. Man kÃ¶nnte je ein Callcenter fÃ¼r eine Partei beauftragen &#8211; natÃ¼rlich mit privaten Sponsoren. Damit bleiben dann auch die Vorhersehbarkeit des Abstimmungsverhaltens und natÃ¼rlich die UnabhÃ¤ngigkeit gewahrt.</p>
<p>Aber das scheitert wohl daran, dass es einige wenige Bereiche gibt, in denen aktuell noch die Ansicht vorherrscht, ureigenste hoheitliche Aufgaben dÃ¼rften nicht an Private abgegeben werden. Der Begriff ist natÃ¼rlich dehnbar und inhaltlich miÃŸverstÃ¤ndlich. Soweit die Politik tatsÃ¤chlich wie ihr immer wieder vorgeworfen wird reine Lobbyarbeit verrichtet, kann es sich schon dem Grunde nach nicht mehr um eine hoheitliche Aufgabe handeln, die sie da erfÃ¼llen.</p>
<p>Man kann aber natÃ¼rlich auch ganz einfach die ArbeitsplÃ¤tze in Deutschland bestehen lassen. Nur halt billiger. Wie wÃ¤re es denn mit den sog. Ein-Euro-Jobbern? Die dÃ¼rfen zwar nur fÃ¼r Arbeiten eingesetzt werden, die eben regulÃ¤r gar nicht erfÃ¼llt werden. Ob das auch wirklich in der Praxis so geschieht kann aber eigentlich auch dahinstehen, wenn man Ã¼ber die Arbeit der <span style="text-decoration: line-through;">Volksvertreter</span> Bundestagsabgeordneten nachdenkt. Guckt man sich so den Bundestag bei Debatten an, kommt einem schnell der Gedanke, dass die Arbeit dort nicht wirklich von Abgeordneten gemacht wird. Also kann man auch &#8211; so zu sagen pro forma &#8211; Ein-Euro-Jobber hinsetzen, die langweilige und inhaltlich leere Reden halten&#8230;</p>
<p>Stopp! Eigentlich sollten wir doch ganz glÃ¼cklich sein mit der aktuellen Situation. Welches Industrieunternehmen wÃ¼rde denn ein indischen Callcenter-Mitarbeiter oder einen Ein-Euro-Jobber in einen Aufsichtsratsposten oder noch besser einen hochdotierten Beraterposten berufen? Sicherlich kaum eins. Im Grunde nehmen uns die Unternehmen doch schon den grÃ¶ÃŸten Teil der Kosten des Parlaments ab, wenn sie den meisten dort nette zusÃ¤tzliche GehÃ¤lter zahlen. Und das fÃ¼hrt ja nichtmals zu Interessenkonflikten&#8230;</p>
<p>just my 2 cents</p>
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